# MusicBrain 3.5.9 - Anleitung zur neuen Musikdatenbank MusicBrain verwendet jetzt `musicbrain.db` statt der großen `mp3_database.json`. Das ist eine SQLite-Datenbank. Dafür muss nichts zusätzlich installiert oder eingerichtet werden. ## Was beim ersten Start passiert 1. MusicBrain findet die bisherige `mp3_database.json`. 2. Alle Titel, Zusatzinformationen und LUFS-Werte werden einmalig in `musicbrain.db` übernommen. 3. Die alte JSON-Datei bleibt unverändert liegen. 4. Ab dann verwendet MusicBrain die neue SQLite-Datei. Je nach Größe der Sammlung kann der allererste Start etwas länger dauern. Spätere Starts und Datenbanksuchen sind schneller. ## Wo liegen die Dateien? Drücke `Windows-Taste + R`, füge Folgendes ein und bestätige mit Enter: ```text %LOCALAPPDATA%\MusicBrain ``` Wichtige Dateien: - `musicbrain.db` – die neue aktive Musikdatenbank - `mp3_database.json` – alter Stand zum Zeitpunkt der Umstellung - `musicbrain.db-wal` und `musicbrain.db-shm` – normale SQLite-Arbeitsdateien, die zeitweise auftauchen können Die Dateien `-wal` und `-shm` sind kein Fehler und sollten während eines laufenden MusicBrain nicht verändert werden. ## Was passiert mit MP3-Tags? Interpret, Titel, Genre und Jahr werden weiterhin direkt in die MP3-Dateien geschrieben. Dafür verwendet MusicBrain weiterhin Mutagen. SQLite speichert eine schnell durchsuchbare Kopie dieser Informationen. Die MP3-Datei selbst bleibt die maßgebliche Quelle. Ein Datenbank-Neuaufbau kann die Informationen deshalb jederzeit erneut aus den MP3-Dateien einlesen. ## Was passiert mit LUFS? FFmpeg misst weiterhin die tatsächliche Lautstärke der Audiodatei. Nur das Messergebnis wird in SQLite gespeichert. MusicBrain merkt sich zum LUFS-Wert auch Dateigröße und Änderungszeit: - unveränderte Datei: vorhandener LUFS-Wert wird sofort verwendet - reine Tag-Bearbeitung durch MusicBrain: gültiger LUFS-Wert bleibt erhalten - anderweitig geänderte Audiodatei: alter Wert wird verworfen und neu gemessen ## Einfache Sicherung 1. MusicBrain vollständig beenden. 2. Den Ordner `%LOCALAPPDATA%\MusicBrain` öffnen. 3. Den kompletten Ordner an einen sicheren Ort kopieren. Damit werden Datenbank, Einstellungen und die alte JSON-Datei gemeinsam gesichert. Die eigentlichen MP3-Dateien müssen separat gesichert werden. ## Wenn nach der Umstellung etwas nicht stimmt Nicht sofort Dateien löschen. 1. MusicBrain beenden. 2. Den kompletten Ordner `%LOCALAPPDATA%\MusicBrain` sichern. 3. Die Datei `musicbrain.db` testweise in `musicbrain.db.problem` umbenennen. 4. MusicBrain erneut starten. MusicBrain kann dann die noch vorhandene `mp3_database.json` erneut importieren. Dabei wird jedoch nur der Stand dieser alten JSON-Datei übernommen. Änderungen, die erst nach der ersten Umstellung vorgenommen wurden, befinden sich nur in der zuvor umbenannten SQLite-Datei. Deshalb die Datei immer behalten und für eine genaue Prüfung weitergeben.